Schlagwort-Archiv: Salatsorten

Lollo Rosso / Lollo Bionda

Lollo Rosso ist sehr empfindlichLollo Rosso – auch Lollo Rossa genannt – und Lollo Bionda sind beides Schnittsalate, die sich nur in ihrer Farbe unterscheiden. Lollo Bionda hat ein durchgehend sattes Grün, der Lollo Rosso färbt sich vom hellen Grün bis hin zu Rot. Die Blätter beider Salatsorten sind zum Ende hin stark gekraust. Man kann die Salatsorten von außen nach innen ernten und ihn so insgesamt zwei- bis dreimal ernten. Geschmacklich haben der Lollo Rossa und der Lollo Bionda einen leicht nussigen Geschmack.

Verwendung:

Die beiden Schnittsalate müssen gut mit Wasser gewaschen werden, da sich in den krausen Blätter Dreck und Insekten festsetzen können. Er wird gerne als frischer Salat mit einem würzigen Dressing verwendet.

Anbau:

Lollo Rosso und Lollo Bionda werden von Mai bis Dezember geerntet. In heimischen Beeten werden die Salatsorten Blattweise von innen nach aussen geerntet, so wachsen die Blätter immer wieder nach und eine wiederholte Ernte ist möglich.

Beide Salatsorten sollten ebenso im Kühlschrank gelagert werden, allerdings nicht zu feucht. Kurz nach der Ernte hält er bis zu einer Woche.

Inhaltstoffe:

Lollo Rossa und Lollo Bionda sind reich an Mineralien und wichtigen Vitaminen.

Foto: Wikimedia Commons/Frank C. Müller (CC-BY-SA-2.5)

Brennnessel

Brennnesseln kann man auch essenDie große Brennnessel kann Größen von 30 bis zu 300 cm erreichen. Die Blätter der Brennnessel können bis zu 20 cm lang und 13 cm breit werden. An der Unterseite der Blätter befinden sich feine Härchen, an der Oberseite sind die Blätter matt und glatt. An den Rändern sind die Blätter Sägezahnmäßig gezackt. Brennnesseln haben sogenannte Brennhaare, die bei Berührung brechen und eine Brennflüssigkeit (unter anderem aus Methansäure, Serotonin, Histamin, Acetylcholin und Natriumformiat) freisetzen. Brennnesseln wurden vor allem in Notzeiten gegessen, da es überall auf der Nordhalbkugel wild wächst und nur gepflügt werden musste. Früher wurden verschiedene Lebensmittel in Brennnesseln gewickelt, um sie länger frisch zu halten. Bestimmte Wirkstoffe der Brennnessel verhindern das Wachstum verschiedener Bakterien.

Die große Brennnessel wird besonders wegen ihres fein säuerlichen Geschmacks geschätzt.

Verwendung:

Die große Brennnessel ist eine sehr vielseitige Pflanze. Die Brennnessel ist eigentlich kein Salat, schmeckt aber hervorragend zu vielen Salatsorten.  Man kann aus Brennnesseln aber auch Spinat machen. Sie ist ein gern genutztes Blattgemüse oder man macht aus ihnen eine Nesselsuppe. Die große Brennnessel wird auch in der Pharmaindustrie und in der Kosmetik verwendet, ihre Fasern werden in der Textilindustrie genutzt oder auch natürlichen Futtermitteln beigemischt.

Anbau:

Die große Brennnessel hat keine großen Ansprüche. Sie besiedelt sehr schnell unbewachsene Flächen und Brachland. Besonders mögen die Brennnesseln stickstoffhaltige Vorkommen. Brennnesseln können sich mit den richtigen Nährstoffvorkommen und nicht zu langer Trockenheit bis zu 20 Jahre gegenüber anderen Pflanzen behaupten.

Besonders schmackhaft und zart sind die Jungpflanzen im Frühjahr.

Inhaltstoffe:

Die große Brennnessel ist besonders reich an Kalzium, Magnesium, Silizium und Eisen. Außerdem enthält sie die Vitamine  A und C. Zudem ist der Eiweißgehalt höher als bei der Sojabohne.

Foto: Wikimedia Commons/Simplicius, 2004, GNU/FDL

Kopfsalat

Eine große Ladung KopfsalatKopfsalat Pflanzen gibt es in Deutschland seit dem Mittelalter. Er ist einer der bekanntesten Salatsorten. Er gehört in die Gruppe der Gartensalate und bildet einen rundlichen mit dichten Blättern bewachsenen Kopf. Kopfsalat hat normalerweise eine grüne Farbe, es gibt aber auch gelbe und rote Sorten.

Verwendung:

Kopfsalat wird gewöhnlicherweise gewaschen, in mundgerechte Stücke geschnitten oder gerupft und mit Dressing gegessen. Im Mittelalter aß man die Kopfsalat-Pflanzen gekocht. Man kann ihn aber auch als Einlage für eine Suppe verwenden.

Anbau und Lagerung von Kopfsalat:

Kopfsalat-Pflanzen werden im März ausgesät. In Gewächshäusern und in Gegenden mit mildem Klima kann man ihn aber auch schon früher pflanzen. Kopfsalat braucht einen sonnigen Standort mit ausreichend Wasser, jedoch keine Staunässe, da er mit ihr schnell verdirbt. Je nach Klima kann man ihn nach zwei bis vier Monaten ernten.

Der Kopfsalat sollte nach dem Ernten leicht feucht und ohne Druck gelagert werden. Im Kühlschrank hält er gleich nach der Ernte ein bis zwei Wochen.

Inhaltstoffe:

Kopfsalat gehört zu den Salatsorten mit viel Mineralien und hohem Vitamin-A-Gehalt.

Foto: Eigenbild.de/Dirk Weinkauf