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Radicchio

Radicchio findet man in vielen SalatmischungenRadicchio gehört wie der Chicorée zu den Korbblütlern. Radicchio Salat enthält die meisten Bitterstoffe unter den Endivien. Es werden neun verschiedene Radicchio Sortengruppen angebaut. Die am häufigsten angebaute Sorte ist der Radicchio Rosso di Chioggia. Dieser wurde den Klimaverhältnissen von Nord- und Mitteleuropa angepasst. Alle anderen Sorten werden meist in Italien angebaut, der Heimat der Radicchio.

Durch moderne Anbaumethoden kann man Radicchio Salat heutzutage das ganze Jahr über kaufen. Die eigentliche Saison ist aber von September bis Anfang April.

Sortengruppen:

Folgende Sortengruppen werden angebaut und sind im Handel erhältlich:

  • Radicchio Rosso di Chioggia: Er hat runde Blätter mit einer dunklen, weinroten Färbung und weiße Blattrippen. Er bildet feste Köpfe mit grünlich rotem Umblatt.
  • Radicchio Rosso di Verona: Er hat einen zylindrischen Kopf mit lockeren bis festen Blättern. Die Blätter sind mittel Weinrot mit weißen Blattrippen.
  • Radicchio Variegato di Chioggia: Er bildet einen festen runden Kopf und hat weinrote Blätter mit starker, weißer Sprenkelung.
  • Radicchio Variegato di Lusia: Er bildet einen runden Kopf mit weißen Blättern und weinroter Sprenkelung.
  • Radicchio Variegato di Castelfranco: Er bildet einen lockeren, kugeligen Kopf mit weißen Blättern und weinroter Sprenkelung.
  • Radicchio Rosso di Treviso Precoce: Er bildet lange und ovale Köpfe mit länglichen Blättern. Die Blätter sind dunkel weinrot mit weißen Blattrippen.
  • Radicchio Rosso di Treviso Tardivo: Er bildet eine lockere Blattrosette. Er hat lange, schmale weinrote Blätter mit breiten, weißen Blattrippen.
  • Radicchio Bianca di Lusia: Er bildet einen runden und festen Kopf mit grünen Blättern.
  • Radicchio Grumolo: Es gibt ihn mit grünen oder dunkel weinroten Blättern mit weißen Blattrippen. Er bildet wie Feldsalat kleine Rosetten, jedoch mit größeren Blättern.

Verwendung:

Radicchio Salat ist ebenso vielseitig wie Chicorée. Man kann ihn für Salate verwenden, dünsten, braten, gratinieren, füllen, in Risotto verarbeiten und vielem mehr.

Anbau:

Radicchio wird in durchlässigem Boden mit Bewässerung angepflanzt. Er mag es warm und sonnig. Er wächst bis zur Ernte ca. 8 – 11 Wochen. Radicchio übersteht auch Temperaturen von bis zu minus 5 °C.

Inhaltstoffe:

Radicchio Salat ist reich an Vitamin B1, B2, C und enthält viel Kalium, Kalzium und Phosphor.

Foto: Wikimedia Commons/Wazouille (Gemeinfrei)

Postelein

Postelein gedeiht im WinterPostelein, auch Tellerkraut oder Winterportulak genannt kommt eigentlich aus Nordamerika, ist aber heute auch in Mittel- und Westeuropa bekannt. Sie ist winterhart und fängt erst unter 12°C an zu gedeihen. Postelein wird Tellerkraut genannt weil die Blätter die Stängel wie ein Teller umschließen.

Roh kommt der Geschmack des Winterportulak dem Feldsalat sehr nahe, leider hat er weniger Aroma als Feldsalat. Gekocht schmeckt das gewöhnliche Tellerkraut wie Spinat und kann auch so verzehrt werden.

Verwendung:

Junge Blüten, Stängel und Blätter können roh als Salat oder mit anderen Salatsorten verzehrt werden. Ältere Stängel, Blätter und Blüten können gekocht wie Spinat verzehrt werden. Postelein wurde auch schon von den Indianern in Nordamerika gegessen und als Breiumschläge gegen Rheumaschmerzen verwendet.

Anbau:

Dadurch, dass Winterportulak erst ab einer Temperatur von unter 12 °C zu keimen beginnt, wird das Tellerkraut von September bis März ausgesät. Der Postelein wird schon früh geerntet und kann wenn nicht zu tief geschnitten wird, kann auch mehrmals geerntet werden. Saison des Winterportulak ist, wie der Name schon sagt, im Winter. Zu anderen Jahreszeiten angebotener Postelein ist, wie viele andere Salatsorten, im Gewächshaus angepflanzt worden.

Inhaltstoffe:

Gewöhnliches Tellerkraut enthält Eisen, Magnesium, Kalzium und Vitamin C.

postelein.jpg = Wikimedia Commons/Antandrus (Gemeinfrei)

Chicoree

Chicoree schmeckt roh und gebratenChicorée oder auch Schikoree genannt gehört zur Familie der Korbblütler und ist ca. 10 bis 20 cm lang und bis zu 5 cm dick. Über die Entdeckung des Chicorees gibt es viele Geschichten. Er wurde aber immer durch Zufall entdeckt und dann nachgezüchtet. Schikoree hat einen leicht bitteren und herben Geschmack.

Die eigentliche Saison des Schikorees ist von Oktober bis März, also ein echter Wintersalat. Durch moderne Anbaumethoden kann man ihn jedoch das ganze Jahr über frisch genießen.

Verwendung:

Chicoree gehört zu den sehr vielfältigen Salatsorten. Man kann ihn roh essen, dünsten, anbraten, in Teig ausbacken, zu einem Auflauf verarbeiten oder gratinieren. Er wird als Salat genauso gerne verwendet wie als leichte Vorspeise oder als Beilage zum Hauptgericht.

Anbau:

Beim Chicoree muss man zwischen der alten und der modernen Anbauform unterscheiden.

In der alten Methode werden die Wurzeln in Treibhäusern wie Karotten in Sand eingesetzt und abgedeckt. Aus Ihnen treiben dann über den Winter 10 – 20 cm lange Knospen aus. Durch die Dunkelheit bleiben die Knospen bleich und zart und das unerwünschte Lactucopikrin, das für einen unangenehmen Bittergeschmack sorgen würde, kann so nicht entstehen.

Bei der modernen Methode wird im Mai die Chicorée-Wurzel ausgesät und bis September herangezüchtet. Anschließend wird von September bis November die Chicorée Wurzel geerntet.

Danach wird die Schikoree Wurzel in einem Kühlhaus bei 1 – 3 °C gelagert. Die Wurzel kann so bis zu acht Monate gelagert werden. So kann man über das ganze Jahr Schikoree anbauen und genießen.

Wenn man in der Industrie den Schikoree anpflanzt, werden die Wurzeln in Kunststoffkisten aufrecht gestellt und mit Schaumstoffkissen aufrecht gehalten. So kommen sie nun in luftdichte und dunkle Treibhäuser und werden dort bis zur Ernte in 20 – 25 Tagen mit einer Nährstofflösung und Wasser versorgt.

Wenn der Schikoree fertig für die Ernte ist, wird er aus den Kisten entnommen und von der Wurzel getrennt. Dies wird meist von Hand erledigt. Die äußeren Blätter werden entfernt und dann für den Handel verpackt.

Im Kühlschrank kann man Chicorée gleich nach der Ernte ein bis zwei Wochen lagern.

Inhaltstoffe:

Chicoree ist ein wichtiger Vitamin und Mineralien Träger im Winter. Er ist besonders reich an Vitamin C, Kalzium und Phosphor.

Foto: Wikimedia Commons/Rasbak (CC-BY-SA-3.0)

Portulak

Portulak ist eine köstliche HeilpflanzePortulak ist eigentlich ein Unkraut und gehört zu den zehn häufigsten Pflanzen der Welt. Durch seine robusten Samen und seine anspruchslose Art ist er in allen wärmeren Gegenden der Welt verbreitet. Portulak Gemüse ist so alt, dass sein Ursprung nicht mehr nachweisbar ist. Selbst in babylonischen Schriften findet der Portulak Erwähnung.

Portulak schmeckt leicht säuerlich und erfrischend!

Verwendung:

Portulak wird schon seit Jahrtausenden als Heilpflanze verwendet. Sie hilft gegen Kopfschmerzen, Vitaminmangel, stärkt das Kreislaufsystem sowie das Verdauungssystem, hilft gegen Sodbrennen und ist fiebersenkend. Portulak Gemüse wird als grüner Salat gegessen oder als Einlage in einer Suppe verwendet. In Russland wurden die Blätter des Portulak Gemüse zur Überwinterung in Salz und Essig eingelegt und so als Vitaminspender in den kalten Tagen verzehrt.

Anbau:

Portulak gedeiht am besten auf nährstoffreichen, lockeren und sandigen Böden. Im Sommer kann der Boden auch gerne austrocknen. Portulak Gemüse wächst in warmen Gegenden und Jahreszeiten.

Inhaltstoffe:

Portulak enthält größere Mengen an Vitamin C und kleinere Mengen an Vitamin A, B und E. Portulak Gemüse ist auch reich an den Mineralien Calcium, Magnesium, Eisen, Kalium und Zink. Portulak enthält zusätzlich viele Omega 3 Fettsäuren.

Foto: Wikimedia Commons/Rasbak (CC-BY-SA-3.0)

Frillice

Frillice hat schöne, krause BlätterFrillice ist eine neue Züchtung aus Holland. Sie ist eine Mischung aus Eissalat, Kraussalat und Romanasalat. Beim Frillice wurde die Knackigkeit des Eissalates, das Aussehen des Kraussalates und der Geschmack des Romanasalates vereint. Das macht ihn zu einem schmackhaften, knackigen und lange haltbaren Salat.

Verwendung:

Da er beim Abschneiden in die einzelnen Blätter zerfällt ist dieser grüner Salat besonders gut für die Produktion von Fertigsalaten geeignet.  Er ist nach dem Abschneiden noch sehr lange haltbar und somit für einen Salat, den man länger im Voraus vorbereiten möchte, optimal geeignet.

Anbau:

Der Frillice liebt es sonnig bis halbschattig und kann schon im ab März im Gewächshaus ausgesät werden. Man kann ihn den ganzen Sommer über anpflanzen und ernten. Das besondere an diesem Eissalat ist, dass er besonders lange auf dem Feld oder im Garten bleiben kann, ohne dass er verdirbt.

Er ist ein grüner Salat, der lange im Kühlschrank gelagert werden kann und auch schon gewaschen lange hält.

Inhaltstoffe:

Der Frillice ist besonders reich an Mineralien und hat mehr Vitamin C als der Kopfsalat.

Foto: © onfoot – Fotolia.com